Herkulesstaude – riesig…. und ein riesengroßes Problem

HerkulesstaudeJürgenEndres

Foto: Dr. Jürgen Endres

 In den 70er Jahren fand man diese imposante Pflanze in den Hochglanzmagazinen von Gartenbetrieben. Solitärpflanze nannte sich das. Bienenmagnet. Selten. Rar. Exot aus dem Kaukasus. 

Doll, nicht wahr? Jeder will was für die Natur tun. Und selten…ha! Da wird der Nachbar aber neidisch drein schauen. Man bestelle sich eine Pflanze und staune über die riesigen Blüten und die gefällige optische Wirkung. Was für ein Insektenmagnet…

 Nach dem Verblühen gebe man alles auf dem Kompost und beim wieder ausbringen der verrotteten Bestandteile erlebe man plötzlich sein grünes Wunder…

 30.000 – 50.000 Samen hat so ein Blütenstand und die überstehen die Gartenkomposte gut. Nachwuchssorgen hat die Pflanze somit nicht. Nur der Gärtner… der wähnt sich pfiffig und entsorgt den Blütenstand vom nächsten Jahr – hoffentlich hat´s keiner gesehen – in der Natur. Hat den Vorgang keiner gesehen… dann aber die Folgen ein Jahr später, wenn fern von Gärten wo einst z.B. Mädesüß und Blutweiderich blühten, auf einmal lauter Herkulesstauden stehen. 

Jetzt nimmt das Drama seinen weiteren Lauf. Kinder spielen im Herbst. Juih, was kann man aus den großen, stabilen holen Stängeln nicht alles machen… Blasrohre, Ferngläser… der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Nur das sollte man eben dringend lassen… so manch ein Sprössling wurde so zum medizinischen Notfall! Glauben Sie nicht? Die Suchmaschinen liefern bei den Stichworten Herkulesstaude und Verbrennung Bilder, von denen ich nicht sicher bin, dass Sie sie sehen wollen. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen ein Kind in der Jugendgruppe zu haben, das mir seine schon vor einiger Zeit erlittenen Verbrennungen zeigte. Da rutscht so etwas auf einmal ganz nah an einen heran. Und man erleidet einen Schweißausbruch, wenn man Mitarbeiter einer Gemeinde ohne Schutzanzug bei der Bekämpfung jener Pflanze sieht. Den zweiten thermischen Schub bekommt frau, wenn man sieht WIE sie die Staude bekämpfen. 

Eine Staude… ist ja dadurch gekennzeichnet, dass sie im Sommer treibt und blüht, dann im Spätherbst oberirdisch teilweise oder vollständig abstirbt und im nächsten Jahr das ganze Treiben von vorne losgeht. Wie sinnvoll ist es also, eine Staude durch Schnitt zu bekämpfen?! Gar nicht. Ganz im Gegenteil. Eine Herkulesstaude nimmt den Schnitt- egal zu welchem Zeitpunkt- zum Anlass mehrere Triebe nachzuschieben. So wird aus einer Pflanze… schnell ein Bestand. Manchmal auch unfreiwillig, wenn die Straßenränder an den Landstraßen ganz klassisch mit dem Mähwerk gepflegt werden.  

Keiner will Romane lesen. Zur Bekämpfung kann man im Internet viele informative Quellen finden. Empfehlenswert ist z.B. die, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.  

Sehen sie Bestände bei uns, so können Sie die auch der UNB (Unteren Naturschutzbehörde) in Göttingen melden.  

Und die Moral aus der Geschicht: Gartenabfall entsorgt man nicht draußen in der Landschaft. Und es lohnt den Blick als Gärtner weg von „exotisch“ „selten“ „rar“ „imposant“ hin auf die ebenfalls ansprechenden einheimischen Schönheiten zu richten. Die sind übrigens teilweise gerade wegen so manchem Neophyten selber mittlerweile selten und rar geworden. So ein Blutweiderich macht sich übrigens nett am Gartenteich. Und das Mädesüß ist nicht nur ein Insektenmagnet zur Blütezeit… es dient z.B. auch einheimischen Faltern als Raupenfutterpflanze.

Sabine Schumacher

Jugendgruppenleiterin

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Rekord – über 40 Teilnehmer bei der vogelkundlichen Exkursion

Strahlender Sonnenschein, eine traumhafte Kulisse, sehr gute Organisation… Stefan Schäfer als kurzweiliger Exkursionsleiter… und ein Grillfest als Abschluss: NABU Samtgemeinde Dransfeld und NABU Altkreis Münden hatten zur vogelkundlichen Exkursion geladen und über 40 Teilnehmer sind heute gekommen. Wir danken den Organisatoren für dieses schöne Event!

Unter den Teilnehmern waren übrigens Mitglieder von 4 NABU Ortsgruppen 😉

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Nachschlag gewünscht? Die nächste Exkursion ist schon am nächsten Sonntag (31.5.)

Text dazu siehe weiter unten 😉

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Exkursion „exklusiv“ am 31.5.2015 im NSG Ossenberg-Fehrenbusch

Veranstaltungstipp:

???

Was heißt denn hier exklusiv? Nur für Premiummitglieder?

Quatsch 😉 Aber diese Exkursion muss in der Teilnehmerzahl limitiert sein und so haben wir uns überlegt, dass nur Mitglieder von Naturschutzverbänden (dazu zählen hier auch die Jägerschaft und Forstmitarbeiter) sowie die Bewohner von Ossenfeld, Barterode und Laubach sowie Dassel-Sievershausen wegen dem örtlichen Bezug zu den Beweidungsprojekten zu diesem Termin eingeladen sind.

Und was bekommt man geboten?

Gerne sagen wir, dass wir die Natur rund um Ossenfeld als Gesamtkunstwerk sehen. Das beginnt mit dem Amphibienschutz, zieht sich über die Vogelkästen der NAJU und den laufenden Kartierungen bis eben zu den Beweidungsprojekten im Naturschutzgebiet Ossenberg-Fehrenbusch, das auf diesen Flächen eben auch das Pflegegebiet des NABU Altkreis Mündens ist. Diese beiden Flächen liegen auf dem ehemaligen Bahndamm und so ahnt man schon… in der Exkursion wird es nicht nur um die dortigen Orchideen, die seltenen Tiere und die Beweidungen gehen, sondern auch um den kulturhistorischen Hintergrund. Viel zu erzählen, viel zu plaudern – auch viel zu träumen… wie stellen wir uns die weitere Entwicklung vor? Schließlich haben wir schon so unglaublich viel geschafft.

Den Ausklang werden wir mit Kaffee und Kuchen gestalten und einfach auch etwas feiern… dazu bietet die vergangene Pflegesaison des Vereins allen Anlass. Wir sind ein sehr kleiner – aber auch sehr reger Verein!

Dauer der Gesamtveranstaltung: ca. 3 Stunden

Wir treffen uns um 10 Uhr am Dorfteich in Ossenfeld. Von der B3 aus kommend nach dem Ortsschild links… parken kann man auch in der Straße “Waldweg” in Ossenfeld.

Wir bitten um Anmeldung (Kaffee und Kuchen sollen alle stärken…) unter der 05541/9993242

Mitfahrgelegenheit gewünscht??? Vermutlich möglich ab Hann Münden – einfach nachfragen

Hinweis aus rechtlichen Gründen: Das Pflegegebiet und damit auch Teile der Streckenführung der Exkursion liegen in ausgeprägter Hanglage. Daher ist festes Schuhwerk unabdingbar! Der Weg führt teilweise über freies Feld – Sonnenschutz nicht vergessen 😉 Mit Zecken MUSS man rechnen. Bitte treffen Sie die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.

Kinder sind uns stets willkommen. Der Weg ist aber nicht für Kinderwägen oder Buggys befahrbar.

Hunde sind im NSG nicht erwünscht. Wir verlassen – mit Erlaubnis – die offiziellen Wege.

Sabine Schumacher

2. Vorsitzende NABU Altkreis Münden

1. Vorsitzende NABU Dassel-Einbeck

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Ornithologische Rundwanderung am 24.5.2015

Vogelkundliche Rundwanderung um die Grefenburg (Barterode)

Auch in diesem Frühjahr bieten der NABU Münden und der NABU Samtgemeinde Dransfeld wieder eine gemeinsame ornithologische Rundwanderung an, zu der nicht nur die eigenen Vereinsmitglieder, sondern auch andere, an der Natur und ihrer Fauna und Flora interessierten Mitbürger/innen herzlich eingeladen sind, mit dabei zu sein.

Neben zahlreichen Begegnungen mit der heimischen Vogelwelt rund um die alte Grefenburg, die fachkundig begleitet werden, sollen auch diesmal wieder gelegentliche historische Exkurse in die Vergangenheit der umgebenden Landschaft nicht fehlen. Zugleich wird sich aber auch mancherlei kritischer Blick in die Zukunft und auf aktuelle Naturschutzkonflikte im näheren und weiteren Umfeld der Grefenburg ergeben, die zur Zeit viele Menschen in den umliegenden Ortschaften bewegen.

Die Dauer der Exkursion wird mit rd. 3 Stunden veranschlagt. Die bislang geplante Wegstrecke beträgt ca. 4 – 5 Kilometer und ist auch für ältere Exkursionsteilnehmer/innen zu bewältigen.

Im Anschluss an die Rundwanderung ist auf dem Gelände des Angel-Vereins außerdem ein geselliges Beisammensein mit Kaffee, Kuchen, kalten Getränken und gegrillten Würstchen vorgesehen.

Termin:                                  Sonntag, 24. Mai 2015 – ab 09:00 Uhr.

Fachliche Leitung:               Stefan Schäfer (NABU Münden)

Anfahrt und Treffpunkt:       Von Esebeck kommend, in Barterode rechts hinter dem Sportplatz abbiegen – weiter auf der Kreisstraße 342 in Richtung Adelebsen. Nach ca. 1 km links in den Feldweg zur Grefenburg einbiegen.

Weitere Informationen:       05506 / 999 823 (www.nabu-dransfeld.de)                

                                               05541 / 999 3242 (www.nabumuenden.wordpress.com)

Bitte an stabiles Schuhwerk und wettergemäße Kleidung denken. Empfohlen wird außerdem – soweit vorhanden – Ferngläser und vogelkundliche Bestimmungsbücher mitzubringen.

Auch Hunde können gerne – soweit mit ihresgleichen verträglich – an der Leine mitgeführt werden.

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Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Endres
NABU Samtgemeinde Dransfeld e.V.
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Nistkastenbau 3.0 – das Leben ist bunt

Ein Nistkastenbautermin in Inklusion… das bedeutet viele lachende Gesichter, fleißige Hände, rote Wangen, und am Ende eine gute Portion Stolz über 7 fertige Nistkästen – waschbärensicher, versteht sich.

Das hat uns allen Spaß gemacht: den 7 Bewohnern verschiedener Gruppen der Behindertenwohnstätten bzw. der Außenwohngruppen in Dransfeld, unseren 3 souveränen NAJU´s und uns großen NABU´s, die mit 5 Helfern dabei waren.

Die Nistkästen gehören zu unserem prämiertem Teichprojekt – aber einen davon… haben wir gleich vor Ort belassen, damit er bei den Wohnstätten an diese fruchtbare Kooperation erinnert. Wir wünschen Euch, dass eine Großfamilie Meisen einzieht und Euch erfreuen wird!!

Was so derartig gut lief, das will sehr gerne wiederholt werden! Wir haben noch ein Entenhaus zusammen zu schrauben und hoffen auf eine erneute Zusammenarbeit.

Die Fotos warten noch auf die Freigabe fürs Internet… eines kann man jetzt schon sagen: Sie werden den Spaß zeigen, den wir alle hatten 😉

Sabine Schumacher

Jugendgruppenleitung

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NOTFALL! Orkanschaden Amphibienfangzaun in Ossenfeld

Gerade schrieben wir noch… einmal im Leben sollte man einen Prinzen gerettet haben. Hier die passende Gelegenheit gleich viele zu retten:

Der Amphibienfangzaun in Ossenfeld ist ein Orkan-Totalschaden. Der fängt gar nichts mehr. Zu allem Überfluss hat sich der örtliche Amphibienschützer bei Reparatur -Arbeiten der Sturmschäden an seinem Gartenhaus den Rücken “verklemmt”. Ossenfeld in Not!

Leider arbeite ich wiederum derzeit eine Urlaubsvertretung und muss selber die diversen Sturmschäden an Haus, Ziegen- und dem Schafstall als auch die in die benachbarten Stacheldraht gedrückten E-Zäune in den Griff bekommen. Samstag bin ich bis 13 Uhr im Dienst… erst dann kann ich mit helfen.

BITTE: So sich irgendwer  in der Lage sieht auf das nachfolgende Hilfegesuch von Robert einzugehen…. wir wären mehr als dankbar!!!

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Hallo Zusammen,

nachdem der Sturm gestern mein Gartenhaus abgedeckt hatte und ich in einer Gewaltaktion in der etwas ruhigeren Phase das Dach wieder notdürftig hergerichtet habe, plagt mich jetzt mein alter Bandscheibenvorfall und ich kann mich trotz Schmerzmittel kaum bewegen. Da hab ich mich wohl in der Not etwas übernommen.

Nun könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen, dass auch der Krötenzaun in Ossenfeld stark gelitten hat und an einigen Stellen aus dem Boden herausgerissen ist, als auch sich vom Draht gelöst hat. Den ganzen Schaden kenne ich selbst noch nicht, es hat ja vergangene Nacht weitergestürmt und auch noch kräftig geschneit. Lena hat den Schaden aufgenommen, siehe Bilder. Zum Glück haben die Kröten ihre Wanderung erstmal unterbrochen.

Vielleicht können ja ein paar von Euch am Samstag helfen den Zaun wieder zu richten. Da ich meinen Rücken derart lädiert habe, dass ich möglicherweise nicht oder erst am Sa zu meiner Mutter fahren kann, wäre ich dann dabei um anzuleiten. Reparaturzeit beträgt geschätzt ca. eine bis max. zwei Stunden, wenn sich zwei bis drei Helfer finden. Draht zum Anbinden habe ich gestern schon besorgt, die meiste Arbeit dürfte das wieder Eingraben in Anspruch nehmen. Die stärksten Schäden befinden sich am Anfang des Zaunes, wo der Wind den Zaun ungeschützt trifft.

Danke und Grüße

Robert

Kontakt: 05502/910863

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NAJU Nistkastenbau in Inklusion

Inklusion… was war das noch gleich? Ah, das war u.a. das Verständnis, dass das Leben vielfältig ist. Nicht alle Menschen sind gleich – und das ist auch gut so. Gemeinsam kann man indes viel erreichen. Diesen Gedanken folgend, wollen wir am 25.4.2015 zusammen mit Menschen mit einer Behinderung und unserer Jugendgruppe Nistkästen bauen. Wir treffen uns um 10 Uhr im Tagestreff der Göttinger Werkstätten, Dransfeld, Hoher Hagen Str. 14 Die gefertigten Nistkästen werden bei einem späteren NAJU Termin aufgehängt

Kinder und Jugendliche ab Klasse 4 laden wir sehr herzlich dazu ein. Unsere NAJU Termine sind kostenfrei und an keine Vereinsmitgliedschaft gebunden. Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie hätten als Erwachsener auch Interesse bei diesem Projekt dabei zu sein? Helfer sind uns stets willkommen.

Anmeldung unter: info@nabu-muenden.de

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