Rückblick auf die NAJU-Veranstaltung „Nester und Nistkästen“ in Adelebsen

JugenarbeitmachtSpaß

Mein herzliches Dankeschön geht heute an die 9 Kinder, die mit wahrem Feuereifer bei der Sache waren und soooo viel erzählt haben! Es war mir eine sehr große Freude Euch erleben zu dürfen!

Wir hatten aber auch jede Menge Anschauungsmaterial dabei. Vom Mehlschwalbennest bis zur Steinkauzniströhre, von Grünfinken-Müllnest bis zum sensationellen Prototypen des Baussatzes, den wir Mitte März mit Euch in ein echtes Luxushäuschen für unsere Vögel verwandeln werden.

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nistkastenauswahl

Der Vortrag zeigte erst einmal die Freibrüter, denen wir mit Nistkästen überhaupt nicht dienen können. Die Amsel oder die Elster ( das waren die vergleichsweise großen Nester mit einem kleinen Dach oben drüber) zum Beispiel. Und manche bauen erst gar kein Nest, sondern legen ihre getarnten Eier im Kiesbett ab. Bei anderen kann man zwar eine Nisthilfe anbieten – aber mit ungleich hohem Aufwand. Also so ein künstliches Storchennest… wäre für Adelebsen ein Traum, seit man letztes Jahr Meister Adebar dort über dem Ort seine Kreise ziehen sah. Aber das ist so mal eben leider nicht umsetzbar. Manches dagegen scheint für kleines Geld schnell erledigt zu sein. Für 6.50 € bot gerade erst eine Supermarkt-Kette einen Nistkasten an. Jaja, und manches Miniatur-Domizil wird auch bezogen… nur ist es eben leider so, dass auch wir in die kleinste Hütte ziehen würden, wenn wir vor lauter Wohnungsnot sonst unter der Brücke schlafen müssten. Brücke??? Wir hatten auch einen Wasseramselkasten dabei. Aus gegebenem Anlass, denn die würden wir noch sehr gern im Bereich der Schwülme anbringen. Letztes Jahr ist dort ein natürliches Wasseramselnest zerstört worden und diese Nisthilfen sind dagegen förmlich ein „Hochsicherheitstrakt“. Walter hat über der Auschnippe zwei solche hängen. Die Wasseramsel brütet erst in dem einen, in Folge dann in dem Zweiten. Bei den Wasseramseln bleiben die Nester drin. Die bauen Jahr für Jahr daran weiter. Bei vielen anderen Nisthilfen gilt: Die alten Nester müssen raus. Und zwar nach Möglichkeit gleich nach der Brut. Warum? Ein eindrückliches Bild der Vogelflöhe machte jedem deutlich, wie zwingend die Reinigung ist. Dazu gab es natürlich auch noch Hinweise, wie die Nistkästen dann aufzuhängen sind.

flöheamkasten

Und warum weicht nun der Prototyp des Bausatzes so ausserordentlich deutlich von dem Miniaturkasten des Supermarktes ab?
Neben dem deutlich höheren Komfort eines Nistkastens, der einen Vorrraum hat, hatten wir auch eine Bilderserie eines versuchten „Einbruchs“ dabei. Ein Waschbär hatte versucht nach den Kleinen zu angeln. Aber so weit hinten… kam er nicht hin. Nur etwas Nistmaterial bekam er aus dem Loch. Der Waschbär gehört eigentlich nicht in unsere Fauna. Aber er ist nun mal da und weggehen wird er auch nicht mehr. Also müssen wir mit ihm leben lernen und Wege finden, ihn ab und an auszutricksen 😉

Und so freuen wir uns auf den Nistkastenbau am 14.3.2013 im MGZ – eine Anmeldung ist zwingend über das Jugendbüro Adelebsen erforderlich. Die Plätze sind begrenzt!

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