Rückblick auf die NAJU-Veranstaltung in Adelebsen: Vögel beim Namen nennen…

Amsel, Meise, Spatz… so weit kennt man ja die üblichen Verdächtigen, die an der Winterfütterung beobachtet werden können. So ganz einfach ist das mit den Vögeln aber nicht immer. Manche sind gar nicht so leicht auseinander zu halten. Zumindest für das ungeübte Auge. Grünfink, Erlenzeisig, Goldammer… ach Du lieber Himmel. Gelblich-grün und klein… wie gut, dass wir einen Vortrag mit viiiiielen Bildern dabei hatten. Dabei fiel uns auf, dass viele dieser Vögel aber nur im Winter auch wirklich überwiegend Körner fressen. Bei der Mehrzahl der Vögel stellten wir fest, dass sie im Sommer tierische Nahrung bevorzugen und auch benötigen um ihre Jungen aufzuziehen. Und da die wenigsten von uns wohl Mehlwürmer verfüttern werden, ist das mit der Ganzjahresfütterung schon so eine schwierige Angelegenheit. Und wenn wir dann noch die Futtermischungen so genauer ansehen… tja… Vielfalt sieht anders aus. Wo sind denn die Produkte mit den Samen von Gänsedistel, Ampfer, Hirtentäschel, Brennessel und vielen anderen Wildkräutern? Gibt es nicht! Jeden Tag fast food streuen – oder nicht doch lieber im Garten mal eine wilde Ecke stehen lassen und der Natur ihren Raum einräumen?
Aber nun haben wir ja tatsächlich Schneelage und Frost. Da darf man auch füttern, keine Frage. Und natürlich ist es auch berechtigt Kindern Natur zeigen zu wollen. Nur was man kennt, kann man auch schützen! Es muss also keiner ein schlechtes Gewissen haben, wenn er jetzt Meisenknödel aufhängt und die Futterstation bestückt. Apfel, Rosinen und Haferflocken für die Weichfresser nicht zu vergessen. Nur… bitte nicht so nah am Haus! Ein Foto zeigte den Jäger der Futterplätze… den Sperber. Mausetod – weil er an einer Glasscheibe endete. Und da landet nicht nur der Jäger – sondern auch die Gejagten, wenn sie auf ihrer Flucht panisch durchstarten. Die Vogelpflegestellen wären dankbar, wenn wir weiter weg im Garten unsere Fütterungsstelle hätten. Ein Fernglas am Fenster ermöglicht trotzdem das Gefühl ganz dicht dran zu sein. Und… zieht dafür den ein oder anderen scheueren Vogel auch noch an.
Wir haben auch ein Gefühl dafür bekommen, was gute Futterplätze sind und was nicht. Wir wollen schliesslich gesunde Vögel haben, die nicht wie bei uns in der Schule einen Infekt gleich an den nächsten weiter geben.

7 Kinder waren es heute und es hat viel Spaß gemacht! Ich freu mich schon auf das nächste mal, wenn es heisst:

Kröten, Frösche und Molche auf Taxisuche!

Den Termin am 14.2.2013 um 15 Uhr solltet Ihr nicht verpassen! Adelebsen ist „Amphibienhochburg“! Meldet Euch bei der Jugendpflege in Adelebsen an. Ich freu mich auf Euch!

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