Mit umgesetzten Vorsätzen ins neue Jahr durchgestartet

12helfer
Dass die wahrhaft Unerschrockenen sich auch nicht durch das tristeste Wetter abhalten lassen, das kennt man schon beim NABU. Dass aber auch gleich die Hälfte so einer Truppe aus Kindern bestehen könnte… das hätte selbst ich mir in den kühnsten Träumen nicht auszumalen gewagt.
Ich sage nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, die uns heute zur Seite standen und bei Wind und Regen eisern einsammelten, was andere achtlos aus dem Auto werfen. Gerade auch an alle jungen Helfer, die bestimmt in den Schulferien lustigere Tätigkeiten finden können, als anderer Leute Müll einzusammeln. Das waren heute echte kleine Helden!

Eine kleine Auswahl unserer Fundstücke:

Reifen
Plastik aller Art und Größe – von Folienminiteilen bis zu ganzen Planen
Flaschen – dieses Jahr nach wie vor beliebt: Bier und Wodka
passend dazu selbstredend auch die Kronkorken
und natürlich auch Scherben. Von Flaschen, aber auch von Autounfällen
Es geht auch ohne Glas – das Ergebnis ist aber auch nicht besser: Leere Bierdosen
Leere Wurstverpackungen
so ziemlich alle Schokoriegelverpackungen, die es gibt.
Gummibärchentüten
Einkaufswagenchip ( hä?)
Parfumflakon
Nicht fehlen dürfen ultimativ auch die Reste einer Schnellrestaurantkette – und ist die nächste Filiale auch in Göttingen. Darunter auch ein vollständiges happy meal
„Kaffee to go“ – Becher
zahllose Zigarettenschachteln – eh, ich dachte die Zahl der Raucher sei weniger geworden?
Porzellanscherben – Mist, wir hätten letztes Jahr die ersten Teile aufheben sollen. Da wäre noch ein ganzer Teller einer Villeroy und Boch – Serie bei rausgekommen
ein heiler Porzellanteller
mit einem Tusch vorneweg, weil wirklich das Starstück des Tages: Trarararaaaa:
ein Autositz
ein Nummernschild
Karosserieteile
alte Arzneimittel – darf ich anmerken, dass man die in Apotheken abgeben kann?
Tupperdose samt Deckel
Lebensmittel wie im letzten Jahr fanden wir fast nicht. Bis auf das zweite traurige Highlight: Eine Weihnachtsgans, der nur die Keulen fehlten.
Grenzsteine. Etliche. Man sollte vielleicht nicht über die Grenzen zum Graben drüber pflügen. Die Dinger sind darauf einfach nicht ausgerichtet.

Man hat insgesamt gemerkt, dass wir im vergangenen Jahr schon akribisch gesammelt haben. Morgen wird der Müll beim Landkreis verwogen. Dann können wir zumindest einen genauen Gewichtsvergleich ziehen.

Was hat man denn noch alles so gesehen… sehr frisch entstandenes Ackerland. Den Kindern konnte man da zeigen, dass die Kante am Graben in diesem Zustand noch kaum zu erkennen ist. Dann habe ich das gezeigt:

wildwechsel

Das ist nichts anderes als ein banaler Wildwechsel. Wirkt aber wie ein Gullyabfluss für ein Feld. Nun stelle man sich eine Hanglage mit so einem Abfluss vor…. ja genau. Und so konnte ich einige Felder weiter auch zeigen, wie deutlich man die Erosion sieht. Die Kante zum Graben arbeitet sich immer deutlicher raus, weil dem Feld der Mutterboden weg geschwemmt wird. Bei Grünland wär das nicht passiert…

Abgeschlossen haben wir unser heutiges Treffen noch bei Kürbissuppe und heißem Tee in der Papiermühle. Die erste Aktion des Jahres war ein echter Erfolg – es stehen aber noch sehr viele Aufgaben an. Gemeinsam können wir es schaffen!

Über frauenschuh

Schaf- und Ziegenhalterin, 1. Vorsitzende NABU Dassel-Einbeck, Beiratsmitglied NABU Altkreis Münden, Apothekerin. Motto? Wir haben nur dieses eine Leben! Dieses eine, wunderbare Leben!!!
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