Rückblick auf die NAJU Veranstaltung „nachhaltiges Kochen“

Der überforderte Herd im Jugendzentrum hätte eine halbe Stunde gebraucht um auf Temperatur zu kommen – hätten wir das gewusst, hätte der Boden der Kartoffelpizza nicht an Kartoffelbrei erinnert. Aber sonst… war es lustig! 😉

Die Kids haben mit Feuereifer geholfen

Und so sah unsere Pizza aus:

Das Kochen war aber eigentlich gestern nicht das Entscheidende… wir haben ja auch versucht zu ergründen, woher Lebensmittel kommen. Nur so können wir ja beurteilen, ob das, was wir da kaufen auch wirklich nachhaltig ist. Doch ganz schnell haben die Kinder mit detektivischem Spürsinn entdeckt, dass das meist gar nicht so einfach zu sagen ist. Sehr häufig sogar völlig unmöglich! Da ist der Käse der Frau Soundso aus Holland in Wahrheit ein Produkt aus Niedersachsen. Was uns eigentlich auch nur sagt, wo der Käse hergestellt wurde, aber nicht, wo die Kühe als eigentliche Erzeuger denn standen. Da kam der Fischtopf der Friesen ganz aus Polen angereist. Und die tolle Milch mit den glücklichen Kühen auf der Packung… puh! Man macht es dem Verbraucher bewusst nicht einfach. Manchmal ist es einfach. Da schreibt man ganz ehrlich drauf, dass die Spargel- und die Pilzkonserve aus China kommt. Das ist aber sehr weit weg!Besonders schräg werden dann aber die Bioprodukte, die z.B. als Erdbeere ausser der Saison aus Spanien eingeflogen werden. Nachhaltig? Nachhaltig hiess, dass bei der Erzeugung und dem Transport möglichst wenig Wasser, Luft und Boden belastet würden und dazu auch möglichst wenig Energie verbraucht würde. Das kann so eine weitgereiste Erdbeere nicht leisten. Auch nicht in Bioqualität. Und wie ist es mit Fleisch? Der Veggiday… der ist nicht nur immens gut fürs Klima ( das fängt beim Tier-Pups an und zieht sich aber weiter über die Futtermittelproduktion für die Tiere), sondern auch für uns selber. Wir essen viiiiiel mehr Fleisch als unsere Großeltern. Es gehört ja mittlerweile zum guten Ton morgens eine ganze Palette an Tabletten zu nehmen – gegen „Wohlstandserkrankungen“. Also Krankheiten, die durch unsere ungesunde Lebensweise und Ernährung erst zu Volkskrankheiten wurden. Die Erwachsenen können mal die Suchmaschinen mit „Arachidonsäure“ füttern…

Also… weniger ist mehr. Nur so viel kaufen, wie man verbrauchen kann. Weniger Fleisch lässt Umwelt und uns selbst profitieren. Regionale Produkte sind nicht nur beim Energieverbrauch unschlagbar – sie sind auch meist weniger verarbeitet als Fertigprodukte, wo eine Nachverfolgung der Herkunft für den Verbraucher praktisch unmöglich ist. Und „echte“ Bioprodukte aus regionaler Erzeugung… sind eben „das Gelbe vom Ei“.

Ich danke allen, die uns mit kräftig (!) helfenden Händen und Worten, Produkten und Spenden zur Seite standen – Stephanie, insbesondere Dir ein ganz dickes Extradankeschön! Deine Hilfe ist eine echte Stütze!

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