Rückblick auf den NAJU Termin: Libellen – funkelnde Jäger unserer Gewässer

Nach der Sommerpause trafen sich erfreulich viele Kinder wieder im Jugendzentrum zur NAJU. Wir hielten diesmal einen Vortrag über Libellen. Ich hatte zudem einige Exuvien, also leere Hüllen der Larven dabei und ein Kind hatte 3 tote Libellen dabei. Die Todeursache war jedes mal leicht gefunden – sie hatten alle Flügelschäden und so kann man nicht mehr jagen gehen… und nein, es gehören keine Säugetiere und Vögel auf ihren Speiseplan. Und so ist das Märchen „Libellen können uns stechen“ eben auch nur ein Märchen. Es muss also keiner Angst haben, wenn die teilweise im Flug knisternden Libellen um unsere Köpfe fliegen. Statt dessen müsste, so sie könnte, so manche Libelle Angst vor uns haben, bzw. vor dem was wir tun. Wir haben nämlich versucht zu ergründen, warum so viele Libellenarten auf der Roten Liste stehen. Man könnt ja meinen, die vielen vernichteten Kleingewässer wären doch mal eben schnell mit den ganzen Gartenteichen einer Gegend ersetzt. Aber so einfach ist das eben nicht. Verrohrt, begradigt… dieses Schicksal traf keine Teiche, sondern Fließgewässer. Und so sind eben auch viele der seltenen Arten auf natürliche Fliessgewässer angewiesen. Auf sonnige Kiesbänke und lichte Uferpartien, auf ein Gewässer, dass durch ein natürliches Flussbett und Totholz im Wasser auch langsam fliessende Bereiche hat. Und da wird es schon schwieriger, als Privatperson da Veränderungen zu erwirken. Auch trocken gelegte Moore… können wir nicht mal eben ersetzen. Und das ist der Grund, warum manche Arten so sehr selten geworden ist. Der Mensch ist dafür verantwortlich.

Im zweiten Teil sind wir noch zu einem Dransfelder Teich gelaufen und haben versucht Libellenlarven zu zeigen. Die taten uns leider nicht den Gefallen. Kleinkrebse und kleine Würmer fanden wir – und eine Stärkung am Teichrand 😉

Es hat uns allen wieder viel Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf das nächste mal – wenn wir mal was ganz anderes machen… nämlich kochen!

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